Wichtigste Fragen
FAQ
Vor der Operation (Präoperativ)
Der Chirurg klärt Sie über die medizinische Indikation und die angestrebten Ziele (z. B. Schmerzreduktion, Funktionswiederherstellung) auf.
Fragen Sie gezielt nach konservativen Behandlungsmöglichkeiten wie Physiotherapie, Medikamenten oder abwartendem Beobachten.
Oft sind aktuelle Blutwerte, ein EKG oder spezifische Bildgebungen (Röntgen, MRT) nötig. Diese sollten zeitnah (oft 1–2 Wochen vorher) vorliegen. Fragen Sie im Zweifelsfall nach, was Sie mitbringen sollen.
Besonders Blutverdünner (z. B. Marcumar, Aspirin) oder Diabetes-Medikamente müssen oft nach Rücksprache vor einer OP abgesetzt oder umgestellt werden. Dies klären Sie mit Ihrem Chirurgen vor einer OP.
Bei Vollnarkose dürfen Sie meist 6 Stunden vorher nichts essen und bis zu 2 Stunden vorher nur klare Flüssigkeiten trinken.
Der Operationstag & Anästhesie
Meist erfolgt die Aufnahme 1–2 Stunden vor dem geplanten Eingriff. Sie werden spätestem am Vortag telefonsich informiert, wann Sie am OP-Tag oder am Aufnahmetag erscheinen sollen.
Je nach Eingriff stehen Lokalanästhesie, Regionalanästhesie (Teilbetäubung) oder Vollnarkose zur Auswahl.
Bei ambulanten Eingriffen unter Narkose oder Sedierung ist eine Begleitperson für den Heimweg und die ersten 24 Stunden zu Hause zwingend erforderlich.
Nach der Operation (Postoperativ)
Dies hängt von der Schwere des Eingriffs und Ihrem Beruf ab. Bürotätigkeiten erfordern oft ca. 2Wochen Pause, körperlich schwere Arbeit 4–6 Wochen oder länger.
Leichte Bewegung ist oft früh möglich, belastender Sport meist erst nach 6 Wochen oder nach Freigabe durch den Chirurgen.
Mit speziellen Cremes oder Massagen sollte erst nach vollständigem Wundverschluss (meist nach 1-2 Woche) begonnen werden.
Sie erhalten einen Medikationsplan. Schmerzen direkt nach der OP sind normal, sollten aber durch die verordneten Mittel kontrollierbar sein.
Hautfäden oder Klammern werden in der Regel nach 10 bis 14 Tagen in der Poliklinik entfernt. Viele Fäden sind aber selbstauflösend.
Alarmsignale (Wann sofort anrufen?)
Kontaktieren Sie die Praxis oder den Notdienst umgehend bei:
- Starken, zunehmenden Schmerzen, die nicht auf Medikamente ansprechen.
- Rötung, Überwärmung oder Pochen im Wundbereich.
- Fieber über 38,5 °C oder Schüttelfrost.
- Nachblutungen oder unangenehmem Geruch aus der Wunde.
Organisatorisches & Kosten
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die medizinisch notwendigen Kosten. Für bestimmte Leistungen können Eigenanteile anfallen.
Benötigte Medikamente (Schmerzmittel, Thrombosespritzen) oder Hilfsmittel (Krücken, Bandagen) werden Ihnen direkt bei Entlassung oder beim ersten Kontrolltermin verschrieben.
Fragen Sie bitte bereits bei der Planung eines Eingriffes nach einem Einzelzimmer.